Handle im Hier und Jetzt bei Deinem Hund

PatrickAllgemein, Ausgeglichenheit1 Comment

Handle im Hier und Jetzt

Die Idee, einen Neuanfang zu wagen, ängstigt die Menschen oftmals, wenn man sich aber einmal die Natur und vor allem unsere Hunde anschaut, dann kann man lernen, wie ein Neuanfang ganz einfach werden kann.

Dein Hund lebt im JETZT

Wenn Du Deinen Hund als Erwachsener adoptiert hast, dann erinnere Dich einmal daran zurück, wie schnell er sich an all die Veränderungen angepasst hat. Er kam aus dem Tierheim und hatte vor Dir wahrscheinlich schon einmal ein anderes oder mehrere andere Menschen. Dann musste er Zeit an einem unbekannten und angst einflößenden Ort verbringen. Und doch, als Du Deinen Hund dann mit nach Hause gebracht hast, für ihn schon wieder ein neuer und unbekannter Ort, hat es wahrscheinlich nicht all zulange gedauert und er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes, wie zuhause gefühlt.

Hunde leben im Hier und Jetzt, daher haben sie auch diese Fähigkeit. Hunde machen sich nicht verrückt mit dem, was in der Vergangenheit passiert ist oder mit dem, was in der Zukunft passieren könnte. Sie konzentrieren sich nur auf das, was im Moment passiert.

Menschen sind in dieser Hinsicht anders. Viel zu oft konzentrieren wir uns entweder auf die Vergangenheit oder auf die Zukunft und nicht auf die Gegenwart. Wenn Menschen in der Vergangenheit feststecken, dann führt dies normalerweise zu einem Leben voller Bedauern. Wenn sie sich nur noch um die Zukunft sorgen, ist das Ergebnis oftmals Angst oder Furcht.

Wenn Hunde an einen Platz kommen und Sie dort auf ruhige und zuversichtliche Menschen treffen, werden sie auch ausgeglichen, ganz egal, was ihnen in der Vergangenheit widerfahren ist. Als Mensch fällt es den meisten schwer, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Daher haben Sie Probleme.

Es scheint sich merkwürdig anzuhören, wenn man sagt „Mach Dir keine Sorgen um die Zukunft”, denn schließlich sind wir alle in diese Richtung unterwegs, aber das Schlüsselwort hier ist „sorgen“. Wenn wir uns darum sorgen, was vielleicht passieren könnte, erschaffen wir eine Mauer zwischen uns und unserer Zukunft.

Nehmen wir zum Beispiel einmal an, Du hättest in einer Woche ein Vorsprechen für ein Theaterstück. Dein erstes Vorsprechen überhaupt. Wenn Du Dir die ganze Woche Sorgen machst, was alles schief gehen kann, dann wirst Du, an dem Tag an dem Du Vorsprechen hast, wirst Du Dich höchstwahrscheinlich versprechen und wirst Fehler machen.

Es ist keine leere Redensart, die Wissenschaft hat tatsächlich bewiesen, dass Angst dazu führt, dass Dinge größer erscheinen. Wenn man sich also Sorgen wegen der Zukunft macht, dann werden mögliche Probleme auch größer erscheinen.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Der einzige Weg, mit dem wir vom Jetzt in die Zukunft kommen können, besteht darin, konstant im Hier und Jetzt zu handeln. Im oben genannten Beispiel sollten wir also das Vorsprechen lieber immer wieder üben, anstatt uns vorzustellen, was alles schiefgehen kann. Konzentriere Dich jedes Mal darauf, wie das Vorsprechen abläuft, wenn Du übst und wenn der große Tag dann gekommen ist, kannst Du alle Sorgen und Ängste hinter Dir lassen.

Ein altes Sprichwort sagt schon „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt”. Die Zukunft ist unsere Reise. Die Schritte sind die vielen kleinen „Jetzts“ auf dem Weg. Konzentriere Dich auf diese Schritte und dann kannst Du auch die Zukunft in vollen Zügen genießen. Bleib ruhig und konzentriere Dich auf den Moment!

Lebe im Hier und Jetzt

Das Leben steckt voller Herausforderungen, aber ich betrachte die Hindernisse, die sich mir in den Weg stellen, nicht als etwas Negatives. Ich sehe sie vielmehr als eine Möglichkeit zum Wachsen, zum Lernen und um herauszufinden, wie beharrlich ich wirklich bin. Ich sehe die Hunde mit Verhaltensproblemen als Inspiration an. Mit der richtigen Führung erinnern sie sich nicht mehr daran, was sie schon alles durchlebt haben. Sie leiden nicht. Sie bedauern nichts. Sie “sind” einfach.

In meiner Nachbarschaft ist ein Hund, Ringo. Er hat nur noch 3 Beine. Wo er es genau verlor, weiß man nicht genau, da er aus dem Ausland gekommen ist. Mein Nachbar hat Ringo als er bei Ihm ankam, gleich überall mitgenommen und Ihn als ganz normalen Hund behandelt.
Als Menschen scheint es uns schwer zu fallen, über körperliche Leiden hinwegzusehen. Uns tun Hunde und Menschen leid, denen etwas schlimmes widerfahren ist, vor allem dann, wenn es äußerlich sichtbar ist.

Weiterführender Artikel: MEINE HUNDE HABEN MIR BEIGEBRACHT, KÜRZER ZU TRETEN

Allzu oft sehen wir unausgeglichene Hunde, die gerettet wurden, weil sie ihren Menschen leid taten und daher bekommen diese Hunde dann auch so übermäßig viel Aufmerksamkeit, dass sich ihre Unsicherheiten und Ängste nur verstärken. Dadurch, dass mein Nachbar diese Unsicherheit ignorierte und Ringo direkt am ersten Tag mitnahm, durchbrach er den Teufelskreis direkt in dem Moment, indem er Ringo rettete.
Er lebte im Hier und Jetzt und mein Nachbar tat es auch!

Es ist der Mensch, der an der Vergangenheit festhält und dem es wahnsinnig schwer fällt, traumatische Erfahrungen abzuhaken. Wenn man an einige der Erfahrungen denkt, die diese Hunde gemacht haben, dann erscheinen einem die eigenen Sorgen und Nöte geradezu bedeutungslos. Nimm Dir diese Hunde als Beispiel – lebe im Hier und Jetzt, darum geht es bei wahrer Ausgeglichenheit und Dankbarkeit.

Hast Du die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben, bereits gemeistert?
Falls ja, wie hast Du das geschafft? Erzähl mir in den Kommentaren alles darüber.

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