Spiegelung zwischen Mensch und Hund

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Spiegelung zwischen Mensch und Hund

Eine der wichtigsten Trainingsmethoden, welche Anwendung finden sollte, ist die sogenannte Spiegelungsmethode.

Was bedeutet Spiegelung?

Hierbei wird Klarheit geschaffen, wenn es darum geht, welches Verhalten und Benehmen man sich von seinem Hund erwartet, indem man selbst die entsprechenden Antworten gibt.

Wenn ich mit Hunden arbeite oder aufnehme, die aufdringlich und respektlos sind und schlechtes Benehmen an den Tag legen, dann lege ich großen Wert darauf, dass mit emotionaler Distanz auf dieses Verhalten geantwortet wird und antworte so effektiv auf jede negative Entscheidung des Hundes. So wird Druck erzeugt.

Sobald der Hund anfängt, mit einer besseren Haltung und mit besseren Entscheidungen zu reagieren, werde auch ich reagieren. Ich beginne damit, langsam (und ich meine LANGSAM!) nachgiebiger zu werden und den mentalen und/oder physikalischen Druck zu verringern, den ich vielleicht angewendet habe.

Das geht wirklich ganz einfach, man zeigt dem Hund, wie durch gutes Verhalten der Druck geringer wird. (Ja, emotionale Distanz und Entschlossenheit können als Druckmittel eingesetzt werden.) Je besser, nachgiebiger und respektvoller das Verhalten und die Einstellung werden, desto intensiver spiegle auch ich dies wieder. Das führt den Hund in die Richtung, in der man ihn haben möchte, und führt ihn aus der Richtung, in der man ihn nicht haben will, weg.

Die größten Fehler, die ich indem sehe, sind:

  1. Zu früh zu nachgiebig (durch Zuwendung, Lob, Freiheiten, Spiel). Es braucht Zeit, bis sich neue Gewohnheiten gefestigt haben. Tue so, als seiest du nicht einfach um den Finger zu wickeln und lass dir Zeit, anderenfalls fällt dein Hund in alte Verhaltensmuster zurück. Spiegle gute Dinge wieder, allerdings sollte dies im kleinen und langsamen Umfang geschehen.
  2. Selbst zu stur und zu abweisend, selbst wenn der Hund sich emotional in die richtige Richtung bewegt. Das wäre so, als wenn du ein „Sitz!“ oder „Platz!“ verlangen würdest und gleichzeitig an der Leine ziehen würdest – und auch dann noch ziehen würdest, nachdem der Hund den Befehl ausgeführt hat. Das würde den Hund nur verwirren.

Ganz offensichtlich zeigt sich an den beiden oben genannten und häufig gemachten Fehlern, dass hier Feinarbeit gefordert wird und dass dies mit Feinfühligkeit und Wachsamkeit ausgeführt werden muss. Wenn du diese Technik allerdings richtig anwendest, erhältst du ein sehr wirksames Hilfsmittel für dein Training.

Du und Dein Verhalten WERDEN zum grundlegenden Hilfsmittel, welches den Fortschritt im Training bestimmt.

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