Welpenzeit, oder die Dauerbeschäftigung der Kleinen…

PatrickWelpen2 Comments

Welpenzeit

Welpenzeit, oder die Dauerbeschäftigung der Kleinen…

Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass Hundehalter mit Ihrem Welpen möglichst viel erleben und trainieren möchten. Es ist ja eine wichtige Zeit, in der der Welpe alles kennenlernen sollte. Ja, dem gebe ich auch recht, jedoch sollte das in dosierten Mengen erfolgen. Hundehalter würden Ihren Welpen in der Hundetraingsstunde am liebsten die ganze Stunde lang beschäftigen und Übungen absolvieren. Sitz, Platz, Fuß.Wird dies nicht geboten, ist es den meisten zu langweilig und Sie suchen sich einen anderen Trainer, der genau diese Dauerbeschäftigung bietet. Schließlich will der Hundehalter ja was erreichen.

Es ist eine typische Erscheinung in der heutigen Hundeerziehung. Höher, schneller, weiter. Der Welpe bleibt dabei viel zu oft auf der Strecke.

Das Erkunden der der Wohnung, kleine Spaziergänge und eine welpengerechte Hundeerziehung ist ausreichend. Welpengerechte Hundeerziehung ist in meinem Verständnis für Hunde, in diesem Fall eben nicht, eine Stunde Dauerbeschäftigung mit Kommandos oder anderweitigen Übungen. Es ist vielmehr das dosierte erlernen im Umgang mit Stress, Regeln und Begrenzungen, sammeln von sozialen Erfahrungen unter Artgenossen und Menschen. Hier ist auch immer wichtig, dass Augenmerk auf jeden einzelnen Welpen zu legen, um einer Überforderung entgegen zu wirken.

Es gibt kein Patentrezept, dass über jeden Welpen gestülpt werden kann. Bei den Haltern, die gerne die ganze Trainingsstunde beschäftigen wollen und erst dann zufrieden sind, passiert es leider schnell, dass die Welpen unbemerkt überfordert werden. Es scheint für die kleinen scheinbar mühelos, Dinge zu erlernen. Spätestens in der Pubertät kommen genau diese Auswirkungen auf einen zurück.

Einige Hundehalter werden sich in den folgenden Situationen bestimmt wiederfinden:

  • Er kann nicht gut warten und bellt, während man sich unterhält.
  • Er will hinter allen Bewegungsreizen hinterher.
  • Er will zu jedem Artgenossen stürmen.
  • Er ist unruhig, nervös und lässt sich schlecht beruhigen.
  • usw.

Anstatt dem Hund Kompetenzen mitzugeben, hat man sich in der wichtigen Phase auf Inhalte und Ausführungen konzentriert. Es ist also kein Wunder, dass es immer mehr Hunde gibt, die trotz zahlreich verbrachter Stunden in Hundeschulen, völlig grenzenlos und überfordert zeigen. Fatalerweise habe ich täglich mit Hundehaltern und Hunden zu tun, denen statt die Basis vermittelt wurde, lieber auf Auslastung gesetzt wurde. Ich setze mich aus diesem Grund für Entschleunigung und die Konzentration auf das Wesentliche in der Welpenzeit ein und begleite die kleinen Persönlichkeiten in ihrer Entwicklung. Es ist meiner Meinung nach wichtiger, wie man dem Hund beibringt, dass er mit Frust besser umgehen kann und sich in Selbstkontrolle übt, als ihm stundenlang Trainingskommandos beizubringen. Dafür muss ich auch meinen Hund kennen und nicht nur meine eigenen Wünsche durchzusetzen!

Wenn es Dir also wichtig ist, Deinen Welpen zu fördern statt zu überfordern, dann bist Du bei mir an der richtigen Adresse. Lass uns gemeinsam Zeit in die Erziehung, Entschleunigung und in die Entwicklung seiner Persönlichkeit stecken.
Im Welpenerziehungskurs haben wir zusammen die Möglichkeit, von Anfang an richtig zu starten.

Schreibt mir, wie Deine aktuelle Lage ist oder wenn Du Fragen hast.
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

2 Comments on “Welpenzeit, oder die Dauerbeschäftigung der Kleinen…”

  1. Tja, meine Miss Molly… 4,5 Monate alt und seit knapp 4 Wochen bei uns. Ein Adoptvkind aus Rumänien. Aber aus dem niedlichen kleinen Hündchen wurde zunehmend ein kleiner Piranha. Sie beißt in ALLES, was erreichbar ist…pausenlos. Kein Komando greift – wird zwar vernommen und dann geht die Beißerei weiter. Nur wenn ich sie auf den Schoß nehme, beruhige, sofern sie zugänglich dafür ist und dann in den Welpenauslauf lege, kommt etwas Ruhe in den Tag. Allerdings winselte und bellt und jault sie dort, bis sie aufgibt. WENN sie aufgibt….das ist nicht immer der Fall.
    Obwohl die uns sieht, gefressen hat und alle Geschäftchen erledigt sind und es keinen Grund gibt, ein solches Theater aufzuführen. So, das ist seit Wochen unser Alltag, wir sind an manchen Tagen echt streichfähig ;-))) Liebe Grüße, Andrea

    1. Hallo Andrea,
      beim Welpen ist es wichtig, dass man penibel darauf achtet, dass er 20 Stunden Schlaf bekommt.

      Kommandos alleine sind nicht ausreichend damit Sie aufhört zu beissen und sich zu beruhigen. Es ist wichtig das man beim Welpen daran arbeitet das er lernt mit Stress umzugehen, Grenzen einzuhalten und Entspannungsrituale einzubauen. Sitz, Platz usw. ist in den Ersten Monaten nicht nötig da es sowieso nur laute sind bei dem der Hund ein Verhalten zeigt (z.B. Sitz sich hinsetzen) und dann wenn das Kommando aufgelöst wird, wieder da weiter macht wo er aufgehört hat.

      Sollten die Probleme noch weiter anhalten, biete ich ein Erstgespräch an. Hier verschaffe ich mir einen Gesamtüberblick und dann kann mann die weiteren Schritte festlegen.

      Lg Patrick

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